Bereits auf dem Digital-Gipfel der Bundesregierung im Juni machte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Vorteile digitaler Anwendungen im Gesundheitswesen aufmerksam. Die Kanzlerin informierte sich dabei auch über die Vorteile der Tele-Intensivmedizin und erhielt bei einer Live-Demonstration durch Prof. Gernot Marx unmittelbaren Einblick in die Möglichkeiten telemedizinischer Anwendungen.

Der Digital-Gipfel war dabei aber keineswegs das einzige Mal, bei dem sich die Bundeskanzlerin für die Nutzung telemedizinischer Services aussprach. In ihrem Video-Podcast am 9. Juli 2017 fordert Angela Merkel nicht nur die zügige Einführung der elektronischen Gesundheitsakte. Vielmehr sollen auch Verfahren in der Gesundheitsforschung beschleunigt werden, damit diese schneller den Weg in die Regelversorgung finden.

In Punkto Telemedizin verweist Merkel auf den Umstand, dass nicht jedes Krankenhaus auf alle medizinischen Fälle spezialisiert sein könne und die Digitalisierung es erlaube, dank der Vernetzung ortsunabhängig auf Expertenwissen zurückgreifen zu können. Merkel betont jedoch auch, dass in diesem Zusammenhang noch mehr Aufklärungsarbeit bei den Anwenderinnen und Anwendern geleistet werden müsse, besonders auch in Hinblick auf datenschutzrechtliche Aspekte.

Das mit Mitteln des Innovationsfonds geförderte Projekt „TELnet@NRW“ fokussiert den Einsatz von telemedizinischen Diensten in der Intensivmedizin und Infektiologie. Das Projekt möchte insbesondere auch durch die umfassende Evaluation und ein transparentes Vorgehen die Vorteile und die notwendigen Rahmenbedingungen telemedizinischer Anwendungen deutlich machen, um damit einen weiteren Beitrag zu einer schnelleren Überführung telemedizinischer Anwendungen in die Regelversorgung (=regelhaft finanzierte Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen) leisten.

 

Quelle: bundesregierung.de
Bild: CDU/Laurence Chaperon