(Quelle: Westfalen-Blatt): Der Hausarzt kommuniziert mit seinem Patienten per Video-Chat am PC. Für die Ärzte des Arztnetzswerk Medizin und mehr eG in Bünde gehört es bereits zum Alltag, mit den Bewohnern von rund 20 Pflegeeinrichtungen in und um Bünde herum via Videokonferenz zu kommunizieren. Möglich macht es die elektronische Visite (elVi) , die nun für einen Gesundheitspreis nominiert ist.

Schon im vergangenen Jahr hatte sich das Ärztenetzwerk mit seiner »elVi« für den „MSD-Gesundheitspreis“ beworben. Damals war das Projekt jedoch noch mit der Begründung abgewiesen worden, dass es noch keine Ergebnisse vorzuweisen gab. Das hat sich im Januar diesen Jahres geändert, als die offizielle Projektphase mit einer Evaluation der elektronischen Visite beendet worden ist. Das Ärztenetzwerk hat sich daraufhin erneut um den Preis beworben und gehört nun zu den zehn nominierten Gesundheitskonzepten, die sich um eine eine innovative Patientenversorgung verdient gemacht haben.

Für den Preis hat eine unabhängige Jury im Vorfeld zehn innovative Versorgungslösungen nominiert. Erstmals wird in diesem Jahr auch ein Publikumspreis vergeben. Interessierte können ab sofort ihre Stimme abgeben unter www.msd.de/jede-stimme-zaehlt. Der MSD Gesundheitspreis 2018 wird am 12. September im Rahmen des 8. MSD Gesundheitsforum verliehen.

Insgesamt 64 Projekte hatten sich für den MSD Gesundheitspreis 2018 beworben. Nominiert hat die Jury dabei folgende Projekte:

  • Baby on time (AOK Nordost – Die Gesundheitskasse)
  • elVi – Die elektronische Visite (MuM – Medizin und Mehr eG)
  • Nationales Zweitmeinungsprojekt Hodentumoren (Helios Klinikum Berlin-Buch; Universitätsklinik Ulm)
  • PBM – Patient Blood Management (Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie)
  • Sepsisdialog (Universitätsmedizin Greifswald, Klinik für Anästhesiologie)
  • smart medicationTM (Verein zur Förderung der Telemedizin in der Hämostaseologie (VFTH e.V.); Rösch & Associates GmbH)
  • Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München (Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München)
  • Straßenambulanz (Caritasverband Hannover e. V.)
  • Telemedizin mit der PraxisApp „Mein Kinder- und Jugendarzt“ (Monks Ärzte-im-Netz GmbH; BVKJ Bayern – Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.; PaedNetz Bayern e. V.)
  • VEmaH – Versorgungssituation von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern durch Allgemeinärzte, Hausärzte oder Allgemein-Internisten (Institut für Allgemeinmedizin (LMU); Deutsches Herzzentrum München (TUM); Hausärztliche Gemeinschaftspraxis Martinsried)

Der MSD Gesundheitspreis wird in diesem Jahr bereits zum siebten Mal vergeben und ist mit insgesamt 110.000 Euro dotiert, die auf bis zu sieben Projekte verteilt werden – darunter vier Sonderpreise in den Kategorien:

  • Lösung von Versorgungsproblemen durch Digitalisierung
  • Arztnetze/Community Medicine
  • Verbesserung der konkreten Versorgung auf Ergebnis- und Prozessebene durch Patientenbeteiligung
  • Medizinische oder organisatorische Breakthrough Innovation/Leuchtturmprojekt

Interessierte können noch bis zum 11. September, 09.00Uhr ihre Stimme abgeben. Die vollständige Meldung lesen Sie hier.


Hintergrundinformationen

Die ZTG GmbH begleitet den Verlauf von „elVi“, das Teil der Landesinitiative eGesundheit.nrwist, als Partner in der Projektevaluation. Eine Zwischenauswertung vom Herbst 2017 zeigte, dass TeleVisiten gut in den Alltag der Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen integrierbar sind und der Einsatz von „elVi“ insbesondere bei der Versorgung chronischer Wunden sinnvoll ist.