Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik RWTH Aachen, Mitglied im ZTG-Forum Telemedizin und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed).

Quelle: healthcare-in-europe.com – Am 3. und 4. Dezember 2018 versammeln sich zum neunten Mal Experten aus Gesundheitspolitik, Wissenschaft und Praxis zum „Nationalen Fachkongress Telemedizin“.

Die innovative Plattform für Diskussion und Erfahrungsaustausch findet wie gewohnt im Ellington Hotel Berlin statt. Veranstaltet wird der Kongress von der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed) – erneut in Kooperation mit der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH. Im Interview spricht Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik RWTH Aachen, Mitglied im ZTG-Forum Telemedizin und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed), über die wichtigsten Kongressthemen.

 

Der Fachkongress Telemedizin findet in diesem Jahr bereits zum neunten Mal statt. Wie erklären Sie sich die Erfolgsgeschichte? Warum ist das Interesse an der Veranstaltung auch nach so vielen Jahren noch so groß?

Prof. Marx: Das Interesse am Thema Telemedizin steigt seit Jahren stetig an. Durch aktuelle Entwicklungen, wie z. B. die Lockerung der Fernbehandlungsverbotes und die Planung eines zweiten E-Health-Gesetzes, rückt Telemedizin immer mehr in den Fokus aller, die an der Gesundheitsversorgung beteiligt sind. Wir als DGTelemed haben die Brisanz des Themas schon vor Jahren erkannt und den Nationalen Fachkongress Telemedizin ins Leben gerufen, um über aktuelle Entwicklungen und Tendenzen in diesem Bereich zu berichten und zu diskutieren. Über die Jahre hinweg hat sich der Kongress immer mehr etabliert und ist mittlerweile als Informations- und Networking-Plattform der Branche nicht mehr wegzudenken.

Die DGTelemed ist ein Verband, der Akteure aus Politik und Wirtschaft, Versorgung und Wissenschaft aktiv zusammenbringt und die telemedizinische Entwicklung im deutschen Gesundheitswesen aktiv vorantreibt – so wie jetzt auf dem Fachkongress. Ein Beispiel: Die DGTelemed setzt sich schon lange dafür ein, Telemedizin als Unterstützung für die Pflege einzusetzen. Die Bundesregierung hat nun mit ihrem Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals (PpSG) klar herausgestellt, dass telemedizinische Netzwerke dafür geeignet sind, die Versorgungsstrukturen zu verbessern. In der Praxis erwarten wir nun, dass vor allem telekonsiliarische Dienste bis hin zur Teleintensivmedizin sowie die teleradiologische Vernetzung davon profitieren. Wir sind damit aber nicht am Ende unserer Bemühungen zum Thema: Nun muss unbedingt die noch fällige Anpassung der Vergütungsstrukturen folgen: Die erwartungsgemäß steigenden Personalkosten in den telemedizinischen Zentren müssen durch Anpassungen in der Krankenhausvergütung unbedingt aufgefangen werden.

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