Quelle: aerztezeitung.de – Nachdem Innovationsfondsprojekte eine positive Bewertung erhalten haben, sollen sie mit einer Übergangsfinanzierung den Weg in das GKV-Versorgungssystem erleichtert bekommen, so Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) während des Gesundheitskongresses „Salut!“ in Saarbürcken. Im Zuge der vorgesehenen Verlängerung des Innovationsfonds werde er direkt zu Beginn der neuen Förderperiode die Mehrheit der finanziellen Mittel für die Absicherung der zuvor positiv bewerteten Projekte verwenden. Im Rahmen dessen, so erhoffe sich Hecken, solle jedes fünfte Projekt zügiger in das GKV-Versorgungssystem gelangen.

Außerdem sei geplant, das weitere Verfahren zu verkürzen. So regele das neue Gesetz, dass künftig auf weitere Methodenbewertungen durch das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) verzichtet werden könne. Werde ein Projekt in Selektivverträge übernommen, erfolge die Entscheidung durch die Kassen. Die Prüfung durch das Bundesversicherungsamt falle weg, so Hecken.

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Die Konsortialpartner des mit Mitteln des Innovationsfonds geförderten Projekts TELnet@NRW zeigen sich erfreut, dass es Bestrebungen gibt, positiv evaluierte Projekte durch eine Übergangsfinanzierung schneller in die Regelversorgung zu bringen, und verfolgen gespannt die weiteren Aktivitäten des G-BA.

„TELnet@NRW“ verfolgt das Ziel, in den Modellregionen Aachen und Münster bzw. Münsterland ein sektorenübergreifendes telemedizinisches Netzwerk in der Intensivmedizin und Infektiologie aufzubauen. Zentrales Element ist eine gemeinsame digitale Infrastruktur, die sichere Video-Audio-Verbindungen zwischen den universitären Experten der Telemedizinzentren Aachen und Münster sowie den Partnern aus den 17 zusammengeschlossenen Kooperationskrankenhäusern und den beiden Praxisnetzwerken MuM Medizin und Mehr eG in Bünde und dem Gesundheitsnetz Köln-Süd e. V. ermöglicht, um in Televisiten und -konsilen schnell und datenschutzkonform Daten, Informationen und Dokumente auszutauschen. Konsortialpartner des Projekts sind die Uniklinik RWTH Aachen, das Universitätsklinikum Münster, das Ärztenetz MuM Medizin und Mehr eG Bünde, das Gesundheitsnetz Köln-Süd e.V., die Techniker Krankenkasse, die Universität Bielefeld und das ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin. Weitere Partner sind die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen.


Save the Date: Der nächste TELnet@NRW-Kongress findet am 20. Januar 2020 in Düsseldorf statt!