Quelle: dgtelemed.de – Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed) hat in ihrer zweiten Stellungnahme zum Referentenentwurf „Digitale Versorgung-Gesetz“ (DVG) ihre Positionen zum Thema Telemedizin aufgeführt. Die DGTelemed sieht in dem vorgelegten Referentenentwurf grundsätzlich einen positiven Beitrag für die Etablierung der Telemedizin in der gesundheitlichen Versorgung. Insbesondere die Regelungen zur Nutzenbewertung von digitalen Gesundheitsanwendungen (Apps) durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfARM) sowie zu Telekonsilen begrüßt sie. Bei letzterem sei jedoch insbesondere in der stationären Versorgung die Vorhaltung der Infrastruktur sowie die personelle Ausstattung zu fördern.

Zudem regt die DGTelemed an, bei der anstehenden Nutzenbewertung von digitalen Gesundheitsanwendungen die bereits publizierten Positionen („Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des Innovationsfonds“) heranzuziehen. Diese setzen sich mit methodischen Anforderungen an Evaluationsstudien auseinander. Im Übrigen entsprechen diese auch weitgehend den Ergebnissen der E-Health-Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit.

Aus Sicht der DGTelemed sind insgesamt folgende Regelungen zu begrüßen:

  • Digitale Gesundheitsanwendungen (§ 33a, § 73 SGB V)
  • Förderung und Entwicklung digitaler Innovationen durch Krankenkassen (§ 86a, § 86b, § 263 SGB V)
  • Videosprechstunde (§ 630e BGB, § 9 Heilmittelwerbegesetz)
  • Telekonsile (§ 87, § 291 g Abs. 5 SGB V)
  • Erweiterung integrierte Versorgung (§ 140a SGB V)

20190607_DGTelemed_Stellungnahme_DVG_Telemedizin