Quelle: deutsch-medscape.com – Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, plant, die Pilotphase zum Virtuellen Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen (NRW) zur Mitte des Jahres zu starten. Dann soll es Ärzten aus NRW ermöglicht werden, spezielle Konsile abzuhalten. Das Virtuelle Krankenhaus wird als digitale Plattform die medizinische Expertise von „Spitzenzentren des Landes“ für Ärzte im ganzen Land zugänglich machen. Auch Patienten sollen im weiteren Verlauf davon profitieren.

Dass sektorenübergreifende Netzwerke erfolgreich funktionieren, demonstriere das jüngst abgeschlossene Innovationsfondsprojekt TELnet@NRW, so Prof. Dr. Thomas Ittel, Vorstandsvorsitzender der Uniklinik RWTH Aachen auf dem Jahreskongress des Bundesverbandes Managed Care (BMC) in Berlin. TELnet@NRW ist es in den vergangenen drei Jahren gelungen, in den Modellregionen Aachen und Münster bzw. Münsterland ein großes und erfolgreich funktionierendes, sektorenübergreifendes telemedizinisches Netzwerk in der Intensivmedizin und Infektiologie aufzubauen. Mit über 150.000 eingeschlossenen und über 10.000 telemedizinisch betreuten Patientinnen und Patienten hat das Projekt die Erwartungen der Verantwortlichen weit übertroffen.

„Wir zählen bisher mehr als 150.000 eingeschlossene Patienten“, sagte Ittel. Deren Ärzte wurden in rund 10.500 Teleintensiv-Visiten beraten. „Wir konnten zum Beispiel die Verschreibung von Antibiotika bei unkomplizierten Atemwegserkrankungen senken“, berichtete Ittel.

Lesen Sie hier mehr.