Quelle: e-health-com.de – Der Gemeinsame Bundesausschuss ist ein gemächliches Wesen. Umso bemerkenswerter, dass im Februar innerhalb von nur einer Woche (!) Zentrumszuschläge für teleintensivmedizinische Konsiliarleistungen auf den Weg gebracht wurden. Dahinter steckte die COVID-19-Pandemie: „Wir wollen intensivmedizinische Spitzenkompetenz in der Behandlung von COVID-Patient:innen auch für Intensivstationen in Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung verfügbar machen“, sagte G-BA-Vorsitzender Josef Hecken beim diesmal selbstredend virtuellen Telemedizinkongress der DG Telemed.

Die nötigen „harten Zahlen“ haben unter anderem die Intensivmediziner aus Nordrhein-Westfalen geliefert. 92 Krankenhäuser sind dort mit zwei Universitätsklinika telemedizinisch verknüpft. Das Netzwerk geht zurück auf eine Innovationsfondsförderung für das Projekt TELnet@NRW in den Jahren 2017 bis 2020. Darauf konnte in der Pandemie aufgesetzt werden: Im Rahmen der COVID-19-Versorgung wurden innerhalb eines Jahres 2119 intensivmedizinische Telekonsile bei 320 Patient:innen durchgeführt. 1729 Telekonsile des UK Aachen haben Marx und Kollegen genauer ausgewertet. 28 Prozent der Patient:innen seien verstorben, gemessen an deutschlandweiten Zahlen ein sehr gutes Ergebnis: „Wir sind bei COVID-19 Outcome-relevant“, so Marx, der auch Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist.

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